Wie groß waren U-Verlagerungen?

Die wohl bekannteste und auch größte U-Verlagerung war der Mittelbau bei Nordhausen. Eine große Anzahl von Fabriken im Inneren des Berges Kohnstein hatten ihren Sitz in dem riesigen Stollensystem mit einer Produktionsfläche von rund 600.000m². Jedes Projekt U-Verlagerung Rebhuhn (A1)belegte einen eigenen Stollenabschnitt in den Mittelwerken I bis III (Dora, Ellrich, Harzungen) und hatte einen eigenen Decknamen, wie Anhydrit, Zinnstein, Hydra, Kaolin, Kuckuck I und II, Eber oder Schildkröte.
Weitere sehr große Untertageanlagen waren Malachit bei Halberstadt (200.000m² Produktionsfläche) und die beiden Werke Steinbock (400.000m²) und Eisbär (290.000m²) bei Heilbronn. Eine weitere Superlative in Sachen Größe war die U-Verlagerung mit dem Decknamen Kiebitz mit einer verfügbaren Fläche von 57.000m². Diese war in einem Reichsbahntunnel untergebracht.

Es gab allerdings auch U-Verlagerungen, die auf wesentlich weniger Fläche eingerichtet waren. dazu gehört beispielsweise die U-Verlagerung Salamander, die auf 200m² Platz fand.

Abschließend kann man sagen, es gab nichts, was es nicht gab.
Jede Möglichkeit der unterirdischen Produktion wurde genutzt, wobei jede Örtlichkeit nach den Bedürfnissen der einzelnen Produktion ausgesucht wurden.

Wie Gross?
7Grad.org - Stell Dir vor es wird dunkel und  Du bist nicht dabei...